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Triathleten des Bocholter Wassersportverein überzeugen zum Saisonabschluss beim Cologne Triathlon Weekend am 05. und 06. September 2009 in Köln. Thomas Busch, Jürgen Telahr und Maic Winter fassten vor sechs Wochen beim gemeinsamen Training den Entschluss nach ihren Ironmanrennen in Frankfurt, Roth und Wiesbaden noch einmal gemeinsam hart zu trainieren. Erstmals als Staffel wollten die drei Bocholter, jeder in seiner Spezialdisziplin, den Cologne Triathlon 226 in Angriff nehmen. Es galt 3,8km zu Schwimmen, 180km Radfahren und 42,195km Laufen zu bewältigen. Die Einteilung und das persönliche Teamziel war schnell gefunden, den Schwimmpart sollte Busch übernehmen, Telahr die Zeitfahrmaschine über den Asphalt hämmern und Winter den Marathon im Idealfall vor 16:00 Uhr am Nachmittag finishen. Damit war das Ziel der drei eindeutig definiert, eine Zeit unter 9 Stunden sollte es schon sein, um zufrieden in die Winterpause gehen zu können. Ein Schwimmkurs wie er einfacher nicht sein kann. An der Kölner Regattabahn werden 1,9 km geradeaus zur Wendeboje und zurück geschwommen. Nicht nur das die Strecke absolut gerade verläuft, nein, unter Wasser befinden sich Seile, an denen man sich hervorragend orientieren kann. Perfekte Bedingungen bot auch das Wetter an diesem Tag, ein wolkenloser Himmel mit aufgehender Sonne begrüßt die gut 500 Teilnehmer der Langdistanz morgens am Schwimmstart. Nach Nationalhymne wurde das Feld mit dem üblichen Countdown und einem Feuerwerk auf die 226 Kilometer lange Reise geschickt. Das selbstgesteckte Ziel, Telahr sollte auf seinem Rad sitzen noch bevor die erste Wettkampfstunde abgelaufen war. "Trotz der perfekten Bedingungen war meine Schwimmperformance nicht so gut wie erhofft. Am Ende fehlte mir einfach die nötige Kraft mich in der Verfolgergruppe zur Schwimmspitze festzubeissen. Ich konnte meine Bestzeit zwar um 1 Minute steigern, insgeheim hatte ich mir 1-2 Minuten mehr ausgerechnet.", so Busch nach dem Schwimmen. Seinen Neo konnte der Bocholter nach guten 57:13 Minuten abstreifen, es folgte ein Sprint in die Wechselzone um den Zeitmesschip, der gleichzeitig als Staffelstab dient, an Telahr zu übergeben. Nach dem verstärkten Radtraining in den vergangenen Wochen sollte Telahr fit sein. Dennoch war er in dem Rennen die große unbekannte, niemals zuvor war er 180 Kilometer alleine im Wettkampf gegen die Uhr gefahren. Die Strecke ist zwar topfeben, fordert einen aber sowohl durch zahlreiche Kurven, als auch durch ordentlich Wind. Sein Radrennen verlief super, so konnten auch die mitgereisten Fans an der Strecke beobachten wie Telahr sich wie entfesselt weiter an die Spitze vorarbeitete. Nach der zweiten von drei Runden bei Kilometer 140 lag das Bocholter Team in den Top10 des Gesamtfeld. Von den Fans und der zugerufenen Platzierung beflügelt, erreichte er die Wechselzone 2 auf der "Schäl Sick" in Köln-Deutz nach der letzten Runde in sehr guten 4:46:25 Stunden, welches einem Stundenmittel von 37,5km/h entspricht. Zum Ende des Radfahrens schlüpfte Telahr aus seinen Radschuhen um die letzten 100 Meter in der Wechselzone besser laufen zu können. Eingangs der Wechselzone wurde ihm das Zeitfahrrad von einem der Helfer abgenommen. Auf Socken eilte, besser trifft es wohl der Ausdruck eierte, er zu seinem Teamkollegen. Telahr hatte auf dem Rad alles gegeben und war mit Krämpfen in den Beinen froh über die Tatsache, das nun ein anderer den "Staffelstab" gen Ziel tragen musste. Winter hatte sich bereits zuvor mehrere Minuten warm gelaufen, um für den Marathon auf Betriebstemperatur zu sein. Nach dem Wechsel machte sich Winter auf, seinen persönlichen Zeitplan einzuhalten. Dafür hatte er sich seine Durchgangszeiten auf den Handrücken geschrieben, damit er unterwegs immer den Überblick über sein aktuelles Tempo hatte. Es galt vier Runden á 10,5km zu laufen, für Winter war es an diesem Tag erst der zweite Marathon (von seinen 2 Ironman-Rennen abgesehen) den er als reiner Läufer in Angriff nahm, mit einer Zielzeit unter der Schallmauer von drei Stunden. Winter legte los wie die Feuerwehr und eigentlich war er etwas zu schnell unterwegs um das Tempo über die Marathondistanz durchzustehen. Aber er wollte es wissen, und sagte sich „Lauf weiter so, du hasst es heute drauf!“ Um Kilometer 30-35 zeigte sich, das er ab nun richtig beissen musste um das Ding durchzuziehen. Auf der vierten Runde wurden die Athleten durch brasilianische Rhythmen angefacht und lautstark unterstützt. Kurz vor Ende noch der Blick auf die Uhr „Alles Prima“ dachte Winter, bis ihm einer der Helfer sagte bitte noch einmal rum um den Wendepunkt und erst dann hoch zum Ziel. Ab diesem Zeitpunkt sah er seine, bis dahin sicher geglaubte Endzeit stark gefährdet. Also zog er sein Tempo an. Kurz vor Ende des Marathon war es den Staffeln erlaubt seinen Läufer ins Ziel zu begleiten. „Als Jürgen und ich an dem Sammelpunkt standen und auf Maic warteten, brüllte er uns von weitem an, Los, schneller!“, so Busch über die letzten Meter einer extremen und schnellen Reise über 226 Kilometer in und um Köln. Winter lief seinen zweiten Marathon in sehr guten 2:53:42 Stunden und trug dazu wesentlich zum Erfolg des Teams bei. Die drei aus dem erfolgreichen Bocholter Verbandsligateam schafften es nicht nur vor 16 Uhr zu finishen, sie haben dank dreifacher persönlicher Bestleistung die Zeit auf unter 8:40 Stunden geschraubt. Die Zeitnahme stoppte nach 8:39:43 Stunden und man durfte sich zusätzlich über den vierten Platz von den 100 Staffelteilnehmern freuen. Ergebnisse: 1. buisness-on.de 8:34:15 Stunden 2. INJOY Sports- & Wellnessclub 8:38:02 3. Vogtländische Volkskeuler 8:38:12 4. Bocholter WSV Tri Team 8:39:43 5. RTC Frechen 80 9:04:29 Cologne 226 (3,8 - 180 - 42,195)
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