| Worldchampion 2009 - Bericht |
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Stefan sichert sich den Weltmeistertitel 2009 auf Hawaii Bei der 31. Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii am 10.10.2009 ging auch der Bocholter Stefan Werner vom Team Roseversand Bocholter Wassersportverein an den Start. Als am Morgen um 7 Uhr der Startschuss für die Alterklassenathleten fiel, stand den 1.800 Athleten eine wahre Hitzeschlacht bevor. Werner, der im vergangen Jahr in Kailua-Kona auf Hawaii Dritter in seiner Altersklasse der 30 bis 34-jährigen wurde und insgesamt einen 36. Rang erreichte, hatte sich vorgenommen, seine Leistung aus dem Vorjahr noch mal zu bestätigen. In 57:15 Minuten bewältige er die 3,8 Kilometer lange Schwimmstrecke im Pazifik und machte sich daran, als bis dahin 1xx des Gesamtfeldes, die anderen Athleten auf dem Rad „einzusammeln“. Der größte Teil des nun folgenden Wettkampfs führte über den Queen Ka´ahumanu Highway, der allgemein auch einfach nur Queen K. genannt wird. Wie einen Schlange bahnt sich dieser Highway seinen Weg durch das 100 Jahre alte Lavabett, welches die Westküste Hawaiis teilweise wie eine Mondlandschaft erscheinen lässt. Die Radstrecke bewältige der Bocholter Athlet in 4:40:27 Stunden. Meinen Radsplitt aus dem Vorjahr konnte ich in diesem Jahr wiederholen, allerdings war es von meinem Empfinden her in diesem Jahr deutlich heißer und windiger , als im Vorjahr. Ich musste mir daher bei jeder Verpflegungsstelle Wasser zur Kühlung über den Kopf kippen, so Stefan Werner. Die 180 Kilometer auf dem Rad reicht Werner aus, um sich im Gesamtfeld der Alterklasseathleten mit dem schnellsten Radsplitt des Tages die Führung zu sichern und sich als Erster auf den abschließenden Marathonlauf zu begeben. Bei den am Samstag herrschenden Witterungsbedingungen wurde wieder mal deutlich, dass eine Triathlonlangdistanz meistens erst auf der Marathonstrecke entschieden wird. Gerade auf Hawaii ist Respekt von den Witterungsbedingungen geboten, sie sind einfach Stärker, als der beste Athlet. Man muss versuchen, sich entsprechend anzupassen und nicht direkt zu schnell anzugehen, so das Resümee von Werner. Die Laufstrecke führte erneut über den Queen K. zu einem Wendepunkt. Vor der Mittagssonne finden die Läufer dabei keinerlei Schutz und so manche Entscheidung über Sieg oder Niederlage ist hier bereits gefallen. Es ist daher wichtig, sich ausreichend von Innen und Außen zu Kühlen, damit der Körper seine Leistung bringen kann. Nicht wenige Athleten müssen hier den Temperaturen Tribut zollen, Tempo rausnehmen oder sogar gehen, so erläutert Werner. Windstille, Temperaturen über 40 °C und die extreme Luftfeuchtigkeit haben auch in diesem Jahr den Marathon zu einer Tortur gemacht. Im Normalfall kommen bei solchen Bedingungen immer noch von Hinten die richtigen Läufertypen, die in der Regel klein und schlank sind. Doch in diesem Jahr konnte der Bocholter Triathlet seinen Radvorsprung verteidigen. Zwar musste ich zwischenzeitlich mein Lauftempo bei der enormen Hitze drosseln, um nicht zu „platzen“ aber auch den anderen Athleten machten die Temperaturen zu schaffen und alle waren entsprechend langsamer unterwegs. Lediglich einen Athleten der Alterklasse der 35 bis 39-jährigen musste Werner an diesem Tag bei Kilometer 30 an sich vorbeiziehen lassen. Zwar konnte ich das Tempo ein ganze Weile mitgehen, es hat aber dann nicht mehr gereicht, bis zum Ziel wieder die Führung im Gesamtfeld der sogenannten Agegrouper inne zu haben. Nach einem Marathon mit 3:21:12 Stunden finishte Werner mit einer Gesamtzeit von 9:04:03 Stunden. Dies entspricht einem 33. Gesamtplatz. Werner war am Samstag somit der schnellste Athlet der Männer im Alter von 30 bis 34 und zweitschnellster Nichtprofi. Der Weltmeistertitel in meiner Altersklasse ist schon etwas Besonders, so Werner. Damit kann ich meinen Triathlonsaison 2009 erfolgreich abschließen und mich in die Winterpause begeben. Welche sportlichen Highlights ich dann im Jahr 2010 in Angriff nehme, werde ich mir über die Weihnachtsfeiertage überlegen.
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