Bundesliga - Grimma

simon

Das Team Roseversand Bocholter WSV kehrt vom dritten Bundesliga Wettkampf in Grimma bei Leipzig mit einem guten 13.Platz in der Tageswertung zurück und setzt den Aufwärtstrend weiter fort. Die Mannschaft hat die Abstiegsränge mit einer wahren Energieleistung verlassen.

Am vergangenen Sonntag stand für das Triathlon Bundesliga Team Roseversand des Bocholter Wassersportvereins der dritte von insgesamt fünf Wettkämpfen in Grimma an. Für die Mannschaft gingen Daniel Heddendorp, Alexander Janitzki, Simon Steentjes, Stefan Werner und Jörg Wittag ins Rennen. Die fünf Athleten hatten an diesem Tag die Olympische Distanz in der Grimmaer Innenstadt zu bewältigen. Bei Temperaturen um 40 Grad sollte das Rennen eines der härtesten der letzten Jahre werden. Zu den ohnehin schon schweren Strecken beim Laufen und Radfahren, kam am vergangenen Sonntag noch die Hitze hinzu und zwang viele Athleten zur vorzeitigen Aufgabe des Rennens.

Zu Beginn des Wettkampfs mussten 1500m in der 26 Grad warmen Mulde geschwommen werden. „Dieses Rennen war von Beginn an eine Tortur. Selbst beim Schwimmen gab es an diesem Tag  keine Abkühlung. Mit 26 Grad war das schon fast Badewannen Temperatur.“ so Heddendorp. Trotz den erschwerten Bedingungen konnten sich die beiden Topschwimmer des Teams Jörg Wittag und Alexander Janitzki aussichtsreich positionieren. So entstiegen Janitzki und Wittag zusammen mit den ersten 20 dem nassen Element und bildeten die Spitzengruppe. Mit zwei Minuten Rückstand folgte Werner seinen beiden Teamkollegen auf die anspruchsvolle Radstrecke rund um das Grimmaer Stadtgebiet. Heddendorp und Steentjes konnten sich im Vergleich zum Rennen in Gütersloh deutlich steigern und entstiegen der Mulde mit einer größeren Gruppe. Somit standen den Bocholtern alle Optionen offen.

Die 42 Kilometer lange Radstrecke rund um das Grimmaer Stadtgebiet sollte an diesem Tag alles von den Athleten abverlangen. Zusätzlich zu der schweren Radrunde, die pro 7 Kilometer Radrunde zahlreiche kurze sehr steile Anstiege enthält, kamen an diesem Sonntag, die sehr schnell ansteigenden Temperaturen, hinzu. Mit Rasensprengern und einer Wasserstelle versuchten die Helfer den Athleten eine kleine Abkühlung zu bieten. Dennoch stiegen schon erste Athleten beim Radfahren mit Kreislaufproblemen aus. Janitzki und Wittag befanden sich nach dem Schwimmen in der ersten Radgruppe und hielten in dieser das Tempo hoch.

„Für uns war es heute sehr wichtig einen Zusammenschluss der ersten beiden Gruppen zu verhindern und möglichst noch den Vorsprung auszubauen, um mit einem kleinen Zeitpolster vor den sehr schnellen Läufern auf die abschließenden 10 Kilometer zu gehen.“ so Janitzki. So gingen die beiden Bocholter gemeinsam mit ihren Mitstreitern mit einigem Vorsprung vor dem großen Hauptfeld auf die Laufstrecke. Stefan Werner gelang es mit einer der besten Radzeiten bis in die zweite große Gruppe vorzufahren und in dieser das Tempo hoch zu halten. Anders sah das Rennen für die anderen beiden Athleten aus. Heddendorp kämpfte um den Anschluss in der großen Verfolgergruppe. Steentjes litt von Beginn an unter Schulterproblemen, schaffte es aber mit einer starken Radgruppe den Abstand nach vorne zu verringern. So starteten die beiden Youngster mit einigem Rückstand in den letzten Part des Rennens.

In der Mittagshitze bei über 40 Grad und stehender Luft sollte an diesem Tag in den Straßen der Grimmaer Innenstadt über 6 Laufrunden à 1.6 Kilometer die Entscheidung der Zweiten Triathlon Bundesliga fallen. Am besten mit den äußeren Bedingungen kam Alexander Janitzki klar. Der Bocholter Topathlet konnte seine Platzierung nach dem Radfahren nahezu halten und finishte als 23. Stefan Werner lief ähnlich stark und erzielte einen starken 31ter Rang. Für Jörg Wittag wurde der Laufpart zu einer richtigen Härteprüfung. Das Bocholter Talent hatte beim Laufen mit Magen- und Kreislaufproblemen zu kämpfen. Wittag gab dennoch alles für sein Team und den Klassenerhalt. Er finishte nach einer starken Willensleistung auf Rang 56. Ähnlich erging es Steentjes. Steentjes konnte zunächst auf den ersten zwei Runden ein zügiges Tempo laufen. Ab Runde 3 zwangen den Bocholter Magenprobleme und seine zunehmenden Schulterschmerzen zu deutlich langsameren Tempo. Steentjes kämpfte sich ins Ziel und komplettierte das Mannschaftsergebnis auf Rang 73.

Heddendorp musste seinem zu hohem Radtempo Tribut zollen und nach 300 Laufmetern völlig entkräftet mit Atemproblemen aussteigen. Insgesamt konnte sich das Team Roseversand Bocholter WSV auf Rang 13 in der Tageswertung behaupten und schaffte es die Abstiegsränge zu verlassen. Nun rangiert das Team Roseversand auf Rang 15 in der Gesamttabelle und kann weiter nach vorne schauen. „Es war heute mein härtestes Rennen überhaupt. Die extremen Bedingungen und die sehr vielen Runden beim Laufen haben mental und physisch alles von den Athleten abverlangt. Aber für uns geht es um alles. Nachdem Daniel ausgestiegen war, mussten Jörg und ich trotz individueller Probleme bis zum Schluss durchhalten. Das Mannschaftsergebnis heute war enorm wichtig für uns. Wir sind nun erstmals in dieser Saison auf einem Nicht-Abstiegsplatz und ich hoffe wir können diesen Platz bei den verbleibenden zwei Rennen verteidigen. Der Einsatz heute hat auf jeden Fall gestimmt.“