| Bundesliga Schwerin |
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Das Triathlon Team des Bocholter Wassersportvereins rutscht trotz gutem 14ten Platz auf einen Abstiegsplatz ab und muss bis zum Saisonfinale in Krefeld zittern. Am vergangenen Wochenende bestritten die Athleten des Team Roseversand Bocholter Wassersportvereins ihren vierten von fünf Wettkämpfen der diesjährigen 2. Triathlon Bundesliga Rennserie in Schwerin. Für die Mannschaft gingen Daniel Heddendorp, Alexander Janitzki, Volker Uhlenbrock, Stefan Werner und Jörg Wittag ins Rennen. Stefan Werner ermöglichte noch kurzfristig, unter großem Aufwand, seinen Einsatz für das Team und ersetzte den noch nicht 100% genesenen Simon Steentjes. „Ein großes Kompliment an Stefan. Er hat im Moment ziemlich viel um die Ohren mit seinem Hausumbau, dennoch hat er sich die Zeit für einen Start genommen. Das unterstreicht unseren Teamgeist.“ Bei besten äußeren Bedingungen und vor begeisternder Kulisse fand der Schweriner Schlosstriathlon über die Sprintdistanz statt.
So standen zuerst 750m Schwimmen im Schlossteich vor den Augen zahlreicher Zuschauer auf dem Programm. Aufgrund der zu hohen Wassertemperatur durfte an diesem Tag nicht mit dem für viele sehr nützlichen Neoprenanzug geschwommen werden. Dies kam den beiden starken Schwimmern des Teams Janitzki und Wittag entgegen. So gelang es dem Bocholter Talent Wittag erneut, weit vorne liegend, unter den ersten zwanzig Athleten dem nassen Element zu entsteigen und mit der ersten großen Gruppe auf die anschließenden 20 Kilometer durch die Schweriner Innenstadt zu gehen. Wenig später folgte der bestens aufgelegte Janitzki und schaffte innerhalb weniger Kilometer den Anschluss an die erste große Gruppe. Werner konnte seinen Rückstand beim Schwimmen relativ gering und sich alle Optionen fürs Radfahren offen halten.
Youngster Heddendorp verlor beim Schwimmen den Kontakt zu den größeren Gruppen und machte sich, ebenso wie Uhlenbrock, allein auf die Verfolgung.
Während Wittag und Janitzki sich in der vorderen Gruppe möglichst Kräfte schonend im Windschatten ihrer Mitstreiter aufhalten konnten, machte Werner mächtig Dampf und versuchte den Kontakt zur Spitze schnellst möglich herzustellen. Mit der mit Abstand besten Radzeit des Tages gelang dies dem Bocholter Topathleten auf den ersten 10 Kilometern. Heddendorp und Uhlenbrock waren zunächst auf sich alleine gestellt und versuchten den Abstand nicht zusätzlich anwachsen zu lassen. Angefeuert von vielen Zuschauern an der Strecke kam bei den Athleten ein wenig Tour de France Feeling auf.
„Die Stimmung war einfach grandios. Jeder wurde euphorisch angefeuert. Das hat noch einmal richtig Aufwind gegeben und ein wenig die Qualen vergessen lassen.“ so Uhlenbrock. Mit diesem zusätzlichen Motivationsschub gelang es dem Bocholter Youngster Heddendorp auf eine vor ihm liegende kleine Gruppe aufzufahren und in dieser Kräfte zu sparen. Beim abschließenden 5 Km-Lauf durch die Schweriner Stadt sollte an diesem Tag das Rennen entschieden werden.
Janitzki musste seinem Ironman Rennen vor zwei Wochen in Frankfurt Tribut zollen und einige Athleten ziehen lassen. Er konnte dennoch mit einer starken Laufzeit überzeugen und finishte als bester Bocholter auf Rang 27. Werner verlor beim Laufen etwas an Boden und erreichte einen guten 38. Rang. Wittag konnte sich weiter steigern und lief auf einem guten 49. Platz ins Ziel. Das Mannschaftsresultat komplettierte an diesem Tag Heddendorp auf Rang 69. Er überholte mit einer starken Laufleistung einige Athleten. Uhlenbrock zeigte bei seinem ersten richtigen Rennen in der Zweiten Bundesliga eine kämpferische Leistung und errang einen 78.Platz.
Insgesamt erreichte das Team Roseversand den 14. Gesamtrang und rangiert nun einen Wettkampf vor Schluss in der Gesamttabelle mit zwei Punkten Rückstand auf einem Abstiegsrang. „Wir haben heute alles gegeben, aber es hat nicht gereicht, um unser vorher anvisiertes Ziel zu erreichen. Dennoch können wir mit uns zufrieden sein. Eine vor dem Rennen deutlich hinter uns liegende Mannschaft aus Lemgo hat heute eine komplette Mannschaft aus der 1.Liga ins Rennen geschickt und Platz 2 in der Tageswertung erreicht. Somit ist Lemgo an uns vorbei gezogen und wir sind trotz den starken letzten drei Rennen auf einen Abstiegsrang abgerutscht. Wir müssen nun bis zum letzten Rennen in Krefeld zittern, haben es aber noch selber in der Hand. Mit einem starken Rennen können wir die vor uns liegende Mannschaft noch überholen und den Ligaerhalt sichern. Wir werden in absoluter Topbesetzung in Krefeld an den Start gehen und alles in die Waagschale werfen.“ |
